Über das Mampemuseum

Angefangen hat alles mit einem Besuch mit einer Eckkneipe. Mampe Halb und Halb stand dort auf der Karte – und warum nicht mal was Neues ausprobieren? Der Wirt reagierte bei der Bestellung unwirsch: “ Ihr seid wohl von „yesterday“! Wir ließen uns nicht von unserem ersten Mampe Tasting abhalten: „Halb süß, halb bitter“- gar nicht so schlecht. Nach der ersten Mampe fielen uns die Werbeschilder in den Schaufestern der damals noch zahlreicheren Berliner Eckkneipen auf- der weiße Elefant auf rotem Grund. Ich fand heraus, dass die alte Dame Hertha Trikots mit Mampe-Aufdruck trug und sogar David Bowie in einem Film mit Marlene Dietrich in einer Mampe Flasche durch das Berlin der 20er Jahre wandelte.

Ich begann zu sammeln. Und wie das so ist mit einer Sammel-Leidenschaft- es wurde mehr und mehr und liebe Freund:innen und Bekannte unterstützten mich. Und dann war es soweit: Das Mampemuseum Berlin wurde als Privatsammlung  am 2. Oktober 2007, dem 150. Todestag von Carl Mampe, dem Erfinder des berühmten Bitterorangen-Likörs Mampe Halb und Halb, in Anwesenheit des  Zeitzeugen Karl Heinz Felske (†2009) eingeweiht. Die Sammlung wurde größer und passte schon bald nicht mehr in die Wohnung.   Ich hatte das Glück, die Exponate erfolgreich  für einige Jahre auszustellen – in einer Ladengalerie und schließlich im Herzen Neuköllns am Richardplatz, unweit von der ehemaligen Neuköllner Mampe Fabrik in der Grenzallee.

Was mich schon am meisten fasziniert und begeistert hat: der Austausch und die Gespräche mit den Zeitzeugen im Kontext einer Berliner Geschichte. Einige von ihnen haben mir ihre Geschichte mit Mampe erzählt und dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Um diese Geschichten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, freue ich mich über die Zusammenarbeit mit der Mampe Spirituosen GmbH in Berlin Kreuzberg. Im Jahr 2013 erfolgte eine erfolgreiche Markt-Wiedereinführung von Mampe halb und halb.  Am Tempelhofer Berg kann man die Produktpalette nicht nur bestaunen, sondern auch probieren und mit nach Hause nehmen.

Viel Spaß beim Entdecken der Mampe Geschichte!